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Was sind Privatkredite und funktioniert das eigentlich?

Die eigentliche Kreditvergabe ist hauptsächlich ein Geschäftsmodell der Bank, diese stellt dir einen bestimmten Betrag zur Verfügung, mit dem du dann ein Haus, ein Auto oder einen  Fernseher kaufen kannst. Privatkredite werden, wie der Name schon sagt privat vergeben.

Da unsere Banken ja wohl bekanntlich keine Samariter sind und Gewinne einfahren wollen (müssen), nehmen sie dir je nach geliehener Summe, deiner Bonität und der Art der Anschaffung Zinsen für die Bereitstellung des Geldes.

Eigentlich eine schöne Methode, um Geld zu verdienen, aber wer von uns hat schon solche Summen unter dem Kopfkissen rumliegen, um jemandem einen Kredit für ein Auto oder ein Haus zu geben? Und außerdem stell dir mal vor, der Kreditnehmer fällt aus, dann ist dein ganzes Geld, wenn du Pech hast, vernichtet und du stehst mit leeren Taschen da!

Um das Problem zu umgehen und trotzdem mit Kreditvergaben Geld zu verdienen, kam eine schlaue Person auf einen sehr schöne Idee:

Warum nicht einzelne Kredite mit kleinen Summen von

vielen finanzieren lassen:

Das Social Lending Prinzip!!

Im Jahr 2005 ging somit die britische Firma Zopa, als eine der Ersten, auf den Markt, mit der
Geschäftsidee, die so genannten “Peer-to-Peer-Kredite”, also Geldverleih direkt zwischen
Privatpersonen, zu organisieren und eröffnete damit vielen Privatinvestoren die Möglichkeit,
auch mit kleinsten Summen zu investieren.

Wie ich das erste Mal zum Privatkredit kam

Ich bin leider erst vor zwei Jahren zufällig auf den Zug der Privatkredite aufgesprungen, als ich in der Bahn zur Arbeit saß und fleißig meine Podcasts gehört habe. Es ist schon beeindruckend, wie viele Informationen und Ideen man sich aus diesem Format holen kann, aber das ist eine andere Geschichte …

Also, wieder zuhause angekommen, schnell ins Internet und die Suche ging los. Nach einigen Tagen Stöbern in Foren und Erfahrungsberichten hatte ich meinen ersten Kandidaten gefunden. Es war Bondora*, ein Unternehmen aus Estland, welches sehr gelobt worden war und viele Zinsen versprach.

Hier bewirbt sich der Kreditnehmer mit seinem Kredit und wird durch ein Ranking-System in eine bestimmte Risikoklasse eingestuft, je sicherer der Kreditnehmer, desto niedriger die Zinsen, weil der Ausfall hier unwahrscheinlicher ist und umgekehrt.

Nachdem du nun deine Risikostufe für Investments eingestellt hast, verteilt Bondora* nun automatisch nach deinen Voreinstellungen dein Geld auf die einzelnen Kredite.

Der Kreditvertrag tritt aber erst in Kraft, wenn der Kredit komplett von den Kreditgebern finanziert ist.

Da man hier zum Teil schon mit fünf Euro einsteigen kann, wird es auch vielleicht ein paar Tage dauern, bis solche Kredite voll finanziert sind. Also einfach laufen lassen …

Im ersten Moment konnte ich es kaum glauben und hielt es für nicht sehr wahrscheinlich, dort wurde mir versprochen, um die 15 % Zinsen für mein Geld zu bekommen. Die meisten hätten spätestens jetzt schon gedacht, was ist das für ein Mist, und die Seite so schnell wie möglich wieder geschlossen.

Aber da ich eher experimentierfreudig bin und erst Sachen ausprobiere, bevor ich sie verteufle, bin ich aus heutiger Sicht zum Glück am Ball geblieben, da Bondora* heute (Stand 19.01.2017) eine Rendite von knapp 16 % aufweist. Soviel zur Nullzinspolitik (-:.

Als ich nach einiger Zeit gemerkt habe, dass diese Möglichkeit, Geld zu verdienen, bestens funktioniert, habe ich das Konto aufgestockt und bis heute liegen lassen. Die Zinsen und Tilgung werden hierbei reinvestiert und es kommt mit der Zeit zu einem beeindruckenden Zinsenszinseffekt!

Weil es so gut lief und ich mein Kapital verteilen wollte, kam ein halbes Jahr später eine zweite Plattform hinzu. Es war Mintos*. Diese verfolgt einen etwas anderen Ansatz. Hier kannst du in vorfinanzierte Kredite investieren, das heißt, der Kredit ist schon von einem Finanzdienstleister vergeben worden und wird auf die Privatanleger Stück für Stück verteilt.

Das Interessante an Mintos* ist, sollte der Schuldner ausfallen und nicht wie versprochen zahlen, bekommst du nach 30 Tagen deinen Kreditbetrag zuzüglich der Zinsen vom Plattformbetreiber gutgeschrieben.

Diese Sicherheit kostet dich eine etwas geringere Rendite, die bei mir zurzeit bei 12 % liegt, welche ich im Moment trotzdem noch für sehr stattlich halte.

Wie kann ich mich anmelden und Privatkredite vergeben!?

Wenn du dich hier wundern solltest, warum ich nur auf ausländischen Plattformen unterwegs bin und nicht auf deutschen Plattformen investiere …

Es liegt einfach daran, dass unsere inländischen Anbieter Renditen unter 4 % generieren, und das war mir persönlich viel zu wenig.

Die Anmeldung bei den Portalen ist simpel und schnell erledigt. Um dich bei Bondora* oder Mintos* zu registrieren, gibst du auf der Seite einfach deine persönlichen Daten ein, und da es hier kein PostIdent wie bei uns gibt, musst du lediglich deinen Personalausweis abfotografieren und auf die Seite hochladen.

Fertig wäre dein Account, herzlichen Glückwunsch!!

Je nach Betreiber kannst du jetzt diverse Einstellungen machen, wie dein Geld auf die einzelnen Kredite verteilt wird und in welche Risikoklassen du investieren willst.

Je höher die Bonität des Kreditnehmers, desto geringer sind die Zinsen, und umgekehrt.

Da ich ja die passive Geldanlage bevorzuge, überprüfe ich nicht jeden einzelnen Kreditnehmer auf Mark und Nieren, da ich sonst keine Zeit zum Essen und Schlafen mehr hätte, sondern verteile das Geld nach einem voreingestellten Autoinvest-Profil.

Bei Bondora* hast du es am einfachsten, weil du eines der drei Risikoprofile wählst.

Du kannst natürlich später, wenn du dich in das Thema einarbeiten willst, diese Profile noch feinjustieren.

Mintos* hat ein ähnliches Konzept, dort stellst du auch einfach den Autopiloten kurz ein und los geht´s mit dem Geldverdienen, aber erst wenn du deine Konten mit Geld fütterst, um es anderen zu leihen.

Hier gibt es zwei Möglichkeiten, die je nach finanzieller Lage verfolgt werden können.

Bei der ersten richtest du einen Dauerauftrag bei deiner Bank* auf das dir zugewiesene Konto deines Anbieters ein und überweist Summen, die du dir gerade leisten kannst. Es ist ähnlich wie ein Sparplan auf Aktien oder Sparbuch …

Das Sparbuch, wenn du noch eins haben solltest, würde ich sowieso an deiner Stelle sofort auflösen und das Geld wenigstens auf ein Tagesgeldkonto* überweisen, weil Sparbücher momentan eher eine Geldvernichtungsmaschine sind und du auf dem Tagesgeldkonto* auf jeden Fall mehr Zinsen erhältst … Kleiner Rat nebenbei. (-:

Wenn du größere Summen zur Verfügung haben solltest, verteile es einfach direkt auf die verschiedenen Anbieter und profitiere sofort im großem Stil an den hohen Zinsen!

So, was habe ich noch vergessen dir zu erzählen …

Und da fällt mir auch schon was Schönes ein, da ist doch noch unser lieb gewonnenes FINANZAMT!! Das will ja natürlich auch gerne etwas von deinen Gewinnen abhaben, wer hätte das gedacht?

Da wir hier Einkünfte aus Kapitalvermögen generieren, zwackt uns das Finanzamt einen Teil unserer Gewinne, die über den Freibetrag gehen (Single 801 Euro und Paar 1602 Euro) über die Einkommenssteuererklärung ab.

Die Informationen über die erhaltenen Zinsen kannst du dir ganz einfach als Zusammenfassung in deinem Account als Datei runterladen und die Werte dann in der Anlage KAP eintragen.

Da die beiden vorgestellten Anbieter im Ausland tätig sind, musst du die Zinserträge in der Spalte „Ausländische Kapitalerträge“ eintragen.

Natürlich muss man sich auch hier mit den Seiten der Anbieter beschäftigen und lernen damit umzugehen, aber meiner Erfahrung nach lohnt es sich auf jeden Fall !!

Einmal das Autoinvest-Profil nach deinen Wünschen eingestellt, läuft die ganze Sache vollautomatisch und du musst keinen Finger mehr rühren, außer beim Auszahlen der Gewinne auf dein Konto. (-:

Und zum Schluss nochmal ein kleiner, aber wichtiger Ratschlag für alle, die gerade ihre ersten Schritte in der Welt der Finanzen machen:

Setze nie, nie, nie dein komplettes Geld auf ein Pferd!!!

Verteile es am besten in 3 oder 4 verschiedene Anlageklassen und fahre mehrgleisig, um dein Geld nicht zu verlieren.

 

Schönen Gruß vom GeldHüpfer

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3 Gedanken zu „Was sind Privatkredite und funktioniert das eigentlich?

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